Über unsere Kraft

Bjørnstjerne Bjørnson

Über unsere Kraft

Schauspiel

Jedna z najvýraznejších hier nórskeho dramatika Bjørnstjerne Bjørnsona v slovenskej premiére na javisku Činohry SND v réžii Jána Luterána.

Neues Gebäude, Studio
15. 6. 2018 19:00 h - 20:45 h

Vorstellungsplan

Sonntag 24. 6. 2018
18:00 h 19:45 h
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ABO: NČ2

Bjørnstjerne Bjørnson ist ein norwegischer Dramatiker, großer Fürsprecher von kleinen Völkern, Humanist, Theatermann. Er schuf Dramen, die bis heute aktuelle Probleme anschneiden. Er blickte in die Welt von kleinbürgerlichen Familien, beschäftigte sich mit Bildung, der Stellung der Frauen, Politik, Religion, aber vor allem mit der Moral und persönlicher Heuchelei. Seine Stücke sind jedoch auch grundlegende Überlegungen über die Verantwortung oder Kompetenz, aber vor allem über die Menschlichkeit. Sein Drama Über unsere Kraft gehört zu seinen bedeutendsten und in Norwegen zu den am meisten inszenierten. Das Schauspiel Über unsere Kraft wird auf der Bühne des Schauspiels des SND nach über 90 Jahren erstmals in slowakischer Sprache in der Regie von Ján Luterán aufgeführt.

Was übersteigt also die menschlichen Kräfte? Die menschlichen Kräfte übersteigt einen Kompromiss zu finden und Verantwortung zu übernehmen. Über unsere Kraft ist eine Geschichte vom Zusammenleben, von Liebe, aber auch vom Terrorismus. Von der Utopie. Eine Gruppe von Arbeitern entschließt sich zu streiken um sich mit den Fabrikeigentümern an besseren Bedingungen zu einigen. Keine der Parteien  hält jedoch die Entwürfe der anderen für gut, wobei auf beiden Seiten gute Menschen stehen. Die Spannung wächst, jeder sucht seinen Ausweg und seine Problemlösung. Jede Partei will eigentlich nur Gutes. Oder ist es nur versteckter Egoismus und das Verfolgen von eigenen Interessen? Jede Partei wählt ihre eigene „Kampfstrategie“ für die Ihrigen und für bessere Bedingungen. Der Individualismus und die eigenen Ziele beeinflussen das Leben der Mehrheit. Bjørnson schafft ein ganzes Spektrum von auch uns gut bekannten Figuren aus unterschiedlichen sozialen Schichten. Pragmatiker, die nicht von der Idee angetrieben werden, sondern von Eigenvorteilen, diejenigen, die Angst haben und sich lieber anpassen, ewige Utopisten, die an ein gutes Ende und an die die Ehrlichkeit des menschlichen Charakters glauben, solche, die ihre Stellung halten wollen, aber auch entschlossene Rebellen, die bis zum Schluss durchhalten wollen. Was heißt in diesem Fall aber Schluss? Wo ist die Grenze, wann werden aus den „Guten“ die „Bösen“? Was kann geschehen, wenn der soziale Druck unerträglich wird und es zu keiner Einigung kommt? Was übersteigt also unsere Kräfte?

Inszenierungsteam

Übersetzung Anna Fosse
Inszenierung Ján Luterán
Dramaturgie Miriam Kičiňová

Besetzung

Hraboš/Blom Ivan Vojtek
Hanne Bra/Ketil Jana Oľhová
Otto Herre/Anker Jozef Vajda
Elsa/Mo Dominika Žiaranová (als Gast)
slepý Anders František Kovár
Muž v hnedých šatách Daniel Fischer
Halden Marek Koleno (als Gast)
Per Stua/Sverd Daniel Ratimorský (als Gast)