Salome

Salome

Oper

Musikdrama in einem Akt

Neues Gebäude, Opern- und Ballettsaal
14. 11. 2014

   Richard Strauss, eines der größten Musikgenies, ist in die Operngeschichte als Kompositionsvirtuose eingegangen. Er hat die musikdramatische Kunst perfekt beherrscht, konnte brillant mit der reichhaltigen Palette der postromantischen orchestralen Ausdruckskraft arbeiten und war mit der Schönheit und Verformbarkeit der menschlichen Stimme bestens vertraut. Während sich sein Spätwerk durch zunehmende Tendenz zur Vergangenheit und Resignation auf avantgardistische Suche auszeichnet, sind seine ersten zwei reifen Kompositionen, die Einakter Salome und Elektra, das Werk eines modernen Komponisten, der die Weltopernbühne mit Mut und festen Ansichten betreten und die Ausdrucksmittel von Musik und Drama zu neuen ästhetischen Horizonten geführt hat. Seine Vertonung der biblischen Geschichte von Johannes dem Täufer und der Stieftochter des umstrittenen jüdischen Herrschers spiegelt im vollen Ausmaß die erstickende und von Desillusionen durchtränkte Atmosphäre zum Fin de Siècle wider. Sie bringt ein verzweifeltes und dekadent verzerrtes Bild einer Welt, in der die Liebe durch Egoismus ersetzt und die geistige Dimension durch Materialismus an den Rand der Gesellschaft gedrängt wird.

   Die Inszenierung des Musikdramas in einem Aufzug nach der literarischen Vorlage von Oscar Wilde wird von der Oper des SND aus Anlass des 150. Jahrestages der Geburt des Komponisten in Zusammenarbeit mit der bedeutenden Persönlichkeit des deutschen Theaters, dem Regisseur und Dramaturgen Hans-Joachim Ruckhäberle, in musikalischer Einstudierung von dem Musikdirektor der Oper des SND Friedrich Haider vorbereitet.

 

Vorstellungsdauer: 1 Std. 30 Min. ohne Pause