Simon Boccanegra

Giuseppe Verdi

Simon Boccanegra

Oper

Oper in drei Akten mit einem Prolog

Neues Gebäude, Opern- und Ballettsaal
20. 5. 2016 22. 5. 2016

Das italienische Operngenie vermochte es, packendes privates Drama meisterhaft in breitere politische oder gesellschaftliche Kontexte zu setzen, um sich aktuell mit jener Welt auseinanderzusetzen, mit der der Komponist konfrontiert gewesen ist und die ihn zur künstlerischen Aussage animiert hat. Das Thema des Kampfes um Einigung des im Laufe der Geschichte hart geprüften Italiens hat viele seiner Werke geprägt. In der Oper Simon Boccanegra kommt noch dazu der kontradiktorische Zusammenhang zwischen der Macht und dem Preis, der gewöhnlich dafür den menschlichen Schicksalen abverlangt wird. Das in der reichen Stadt Genua spielende Musikdrama beeindruckt durch seine helldunkle Poetik, die nur für kurze Augenblicke durch hellere Klangund Handlungsfarben illuminiert wird. Ähnlich wie bei der Oper Il Trovatore, der eine dramatische Vorlage desselben spanischen Autors Antonio García Gutiérrez zugrundeliegt, herrscht hier spannungsgeladene Atmosphäre. Die Geschehnisse gönnen den Hauptdarstellern bis zum Ende keine Sekunde Erholung. Die ursprüngliche Fassung aus dem Jahr 1857 hat Verdi 1881 in Zusammenarbeit mit dem Komponisten und Librettisten Arrigo Boito überarbeitet und in dieser Version wird das Stück auch heute auf den Opernbühnen aufgeführt.

Einstudiert in italienischer Sprache.

Vorstellungsdauer: 2 Std. 40 Min. mit einer Pause

Inszenierungsteam

Musikalische Einstudierung Martin Leginus
Inszenierung Marián Chudovský
Dramaturgie Pavol Smolík
Bühnenbild Jaroslav Valek
Chorleiter Pavel Procházka