Nächste Saison

In der Spielzeit 2018/2019 bereitete das Slowakische Nationaltheater für seine Zuschauer insgesamt 14 Premieren vor.

Als erste Premiere wird das Schauspiel des SND in der Spielzeit 2018/2019 das Werk des zeitgenössischen ungarischen Dramatikers István Tasmádi Das Idaho-Experiment oder die Geburt des Zuschauers in der Regie von József Czajlik aufführen. Anschließend wird das Projekt 1918 aus der Feder von Daniel Majling (nach der Prosa von Joseph Roth) folgen, die anhand von Soldatenschicksalen an der Peripherie einer österreichisch-ungarischen Besatzung die letzten Jahre der Vielvölker-Monarchie mit all ihrem Glanz, Moral und Pseudomoral, Ruhm und Schatten, ihren Fehlern sowie ihrer Verwesung festhält. Das Jahr 2019 beginnt das Schauspielensemble mit der Premiere des Stücks der hoch gepriesenen britischen Autorin Lucy Prebble The Effect, das die Grenzen von Wissenschaft und Ethik, aber auch die unserer eigenen Emotionen untersucht. Anfang Februar wird die Schauspielbühne des SND der Uraufführung der Theateradaptation des international ausgezeichneten Films The Square in der Regie von Marián Amsler gehören; danach folgen Meine russischen Tagebücher von Ala Rachmanowa in der Regie von Roman Polák; anschließend die poetische Groteske des ikonischen israelischen Schriftstellers Hanoch Levin Winter Wedding unter der Regieleitung von Ondrej Spišák; und zum Abschluss der Saison das bekannte Stück Die Physiker von Friedrich Dürrenmatt, das wichtige philosophische Fragen über die Verantwortung der Eliten für den Lauf der Geschichte stellt. 

Die Einführungspremiere in der Oper des SND wird das großartige historische Fresko Giuseppe Verdis Don Carlo sein. Ein fesselndes Drama über Macht, Ideologiemissbrauch sowie über persönliche Tragödien von großen Spielern auf der politischen Karte der Vergangenheit. In der musikalischen Einstudierung von Martin Leginus wird der ausgezeichnete slowenische Regisseur Diego de Brea dem Werk eine monumentale szenische Form verleihen und in einer der Hauptrollen wird zum ersten Mal auf der Bühne des SND der weltberühmte slowakische Bass Štefan Kocán debütieren. Der zweite Premierentitel wird ein Beitrag für das Kinderpublikum sein: eine neue ursprüngliche slowakische Märchenoper des Musikkomponisten Peter Zagar zum Libretto von Daniel Hevier unter dem Titel Das Märchen vom glücklichen Ende. Das Finale der Saison wird historisch der ersten slowakisch-ukrainischen Koproduktion gewidmet sein, es handelt sich dabei um die neue Inszenierung eines weiteren großen Werks der Opernliteratur, Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach. In der Oper des SND werden wir in diesem Titel erstmals eine der markantesten Persönlichkeiten der zeitgenössischen europäischen Theater- und Opernszene, den Regisseur ukrainischen Ursprungs Andriy Zholdak willkommen heißen.

Das Ballett des SND plant in der Saison 2018/2018 zwei interessante Titel – das ursprüngliche slowakische Projekt Beatles go Baroque, unter das ein einheimisches Künstler-Team seine Unterschrift setzten wird, insbesondere der renommierte slowakische Autor Peter Breiner und fünf Choreographen, vor allem aus den Reihen des Balletts des SND. Der Impuls zur Schaffung einer komponierten Vorstellung war die Musik von Peter Breiner, eines der meist gespielten Musiker weltweit. Im Zeichen von Originalität und gleichzeitig Weltformat wird auch die zweite Premiere stehen, die auf die Bühne des SND die Geschichte und das Vermächtnis des legendären Komikers und Regisseurs Charlie Chaplin bringen wird. Die Inszenierung, Chaplin, der Tramp, wird vom internationalen Künstlerteam geschaffen, dass aus der Inszenierung Nijinsky, der Tanzgott – bekannt ist, vom Komponisten Carl Davis, Bühnenbildner Mark Bailey und Choreographen Daniel de Andrade. Die Figur von Charlie Chaplin verbinden die Zuschauer bis heute mit dem unvergesslichen liebenswerten Landstreicher mit Stock, in engem Sakko und zu großen Schuhen. Die Tanzfassung der Lebensgeschichte dieses Film- und menschlichen Genie wird im Ballett des SND im Frühling 2019 uraufgeführt.