FASHION BALLET ´22

FASHION BALLET ´22

Ballett

Zusammenarbeit von einheimischen Choreografen mit slowakischen Spitzen-Modedesignern.

Neues Gebäude, Opern- und Ballettsaal
26. 5. 2022 19:00 h - 20:40 h

Vorstellungsplan

Mittwoch 2. 11. 2022
19:00 h 20:40 h
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Freitag 9. 12. 2022
19:00 h 20:40 h
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Ballett und Mode – zwei selbständige Kunstarten, die den Perzipienten prioritär mittels der visuellen Wahrnehmung ansprechen. Durch die Beobachtung der Körperbewegung der Tänzer kann man die einkodierten Geschichten ablesen, durch die Beobachtung von Kleidern in Bewegung nimmt man ihre Textur, ihren Schnitt sowie die Intention des Designers wahr. Ballett und Mode schreiten seit es sie gibt unterbewusst Hand in Hand zusammen. In der Romantik waren es die Startänzerinnen, die in Paris die Modetrends angegeben hatten, im 20. Jahrhundert schufen solche Ikonen wie Versace, Dior, Chanel und andere ihre Kreationen für Ballettproduktionen. Die Fashion Ballet Gala ´22 wird vier originelle Bühnenformen präsentieren, die das Ergebnis der Zusammenarbeit von slowakischen Choreografen mit Modedesignern sind.

Dramaturgie: Kristián Kohút

ICARUS
Choreografie Kristina Paulin
Kostümdesign Martin Hrča
Musik Igor Strawinski (Symphony in C)
 
„Man sollte nicht zu hoch fliegen, wenn man nicht verbrennen will.“
 
Die Geschichte von Ikaros und Daidalos, einer der berühmtesten griechischen Mythen als Allegorie auf zu hoch gesteckte Ziele, übertriebene Ambitionen und Hochmut inspirierte die Choreografin Kristína Paulin zur Schaffung eines Kammerwerks mit einer starken Botschaft. Es ist wichtig sind hohe Ziele zu setzten, man darf dabei jedoch nicht die Demut und Vorsicht vergessen.
 
UNLIKE
Choreografie Adrian Ducin
Kostümdesign Pavol Dendis
Musik Remo Klačanský
 
Jeder trägt ein natürliches Verlangen nach Individualität und Einzigartigkeit in sich. Jeder ist eine originelle Mischung von Charaktereigenschaften, Temperament, Emotionen, Motivation und Fähigkeiten. Die Kleidung kann unsere Verletzlichkeit schützen, sie kann jedoch unsere Andersartigkeit und Originalität nicht verdecken, die uns ermöglicht unsere eigene Lebenseinstellung zu suchen und unsere eigene Lösungen zu finden.
 
TWO
Choreografie Lukáš Timuľak
Kostümdesign Boris Hanečka
Musik Henry Vega, Georg Friedrich Händel
 
„Das Thema Mode und Tanz in der Geschichte fasziniert mich. Die Avantgardebewegung vor hundert Jahren veränderte dauerhaft die Art wie wir Kunst erleben und verstehen: das Ballets suédois in Paris in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts integrierte Bewegung, Musik, bildende Kunst, Drama, Film und Poesie zu einer kohärenten Einheit, zu einem holistischen Erlebnis für den Zuschauer. Diese Art des gemeinsamen Schaffens mit Künstlern aus unterschiedlichen Disziplinen liegt mir sehr nah: über fünfzehn Jahre der Zusammenarbeit mit dem Designer Peter Biľak führte zur Gründung der Make Move Think Stiftung, die wir 2017 als Plattform für multidisziplinäre Zusammenarbeit von Künstlern gegründet haben,“ erzählt der Choreograf Lukáš Timuľak. In seinem neuen Werk TWO erforscht er zusammen mit dem Modedesigner Boris Hanečka und dem Komponisten Henry Vega die Art, wie man die Ideen von einzelnen Künstlern zu einem synergischen Schaffen vereinen kann. Der Tanz von zwei Tänzern ist Ausdruck des Verbindung, der Untrennbarkeit von Kräften, die eher komplementär als widersprüchlich sind, die eine Einheit bilden, die weitaus mehr als nur eine Summe von einzelnen Teilen darstellt.
 
EXTRAVAGANZA
Choreografie Roman Novitzký
Kostüme Lukáš Krnáč
Musik New Dorp New York/SBTRKT, Satisfied/Prince, Too Funky/George Michael
 
Das Motiv zur Schaffung der Choreografie Extravaganza bildet das Phänomen der Mode, die als Raums für Offenheit und Kreativität verstanden wird, sowie die Suche nach Überlappungen im Tanz. Bezogen auf die Musik, bildende Kunst und Bewegung
ließen sich die Künstler von der Kultmode der 90er Jahre gekennzeichnet von einer Explosion von Kontrastfarben, Materialien und Schnitten inspirieren. Für einen Modedesigner der von der Modewelt kommt, die voller Extravaganz ist, war die Gestaltung von Tanzkostümen eine Herausforderung. Der Choreograf und die Tänzer hatten die Möglichkeit die Grenzen der Ballettstandards zu überschreiten und eine etwas verrückte, überraschende, teilweise schockierende „Fashion Show“ zu erleben. Für die Zuschauer kann Extravaganza eine nostalgische Rückkehr in die Glitzerära der 90er Jahre darstellen, eine Gelegenheit sie mittels einer originellen Botschaft in Form von Bewegung und darstellender Kunst erneut zu erleben.
 
Mitwirkend: Solisten und Corps de Ballet des Balletts des SND
 
Vorstellungsdauer: 1 Stunde 40 Minuten / eine Pause
 
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