Die Adaption des humoristischen Romans von Roberta Crichton, handelt von einer temperamentvollen Geschichte darüber, dass man die Dinge nicht ernst nehmen soll solange es einem nicht um den Kragen geht. Oder um Wein? Es ist das Jahr 1943 und Santa Vittoria, eine malerische Stadt in den Bergen Italiens erwacht nach zwanzig Jahren Mussolinis Diktatur in eine neue Ära. Die Ortsbewohner haben den Krieg gut überstanden und sie ahnen nicht welche Veränderungen auf sie zukommen. Die Erfahrung lässt sie hoffen, dass es wohl so wie immer – keine Veränderung geben wird. Jeder Anlass für ein Fest ist willkommen. Große Ideale und vergebliche Hoffnungen haben sie bereits seit langem abgelegt und sie konzentrieren sich darauf was ihnen am liebsten und teuersten ist – den Wein. Crichtons Vorlage erinnert mit ihrer rauen Ehrlichkeit, einer Prise Sarkasmus und steiler Abkürzung Abkürzung an die Bücher Kurt Vonneguts oder an Hellers Catch-22. Auf den ersten Blick eine leichte humorvolle Glosse über den unerschütterlichen italienischen Charakter ist eine aktuelle Metapher auf unterschiedliche Formen des Widerstands. Eine überraschende Verwicklung nimmt immer absurdere und ernstere Töne an. Ein gut gewahrtes Geheimnis vom echtem Heldentum wird also endlich enthüllt – man sollte nicht darauf warten, dass andere die Rolle von Helden übernehmen, man sollte sich nicht nur auf die tugendhafte Einzelne oder tapfere Heroen verlassen, die sich für uns opfern und ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen werden. Das Wichtigste ist es, den Körperteil, der den Stuhl berührt zu heben und versuchen selbst etwas zu tun. Das Mögliche sowie das Unmögliche.
Diese Vorstellung ist für Zuschauer unter 15 Jahren nicht geeignet.
Vorstellungsdauer: 3 Std. 15 Min. mit einer Pause
Premiere am 1. Februar, 2025
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