Menschen mit Benachteiligung kennt man aus Filmen oder Literatur meistens als unschuldige Opfer – das betrifft auch blinde Menschen. Man könnte also denken, dass sie den ganzen Tag nur herumsitzen und leiden. Das Leben von blinden Menschen oder Menschen mit Beeinträchtigung des Sehens kann jedoch genauso unterhaltsam, absurd, erfüllend oder peinlich sein wie das Leben von wem auch immer. Auch sie wollen lieben, arbeiten, genießen und sich gelegentlich als Schweine benehmen – auch unter blinden Menschen finden sich Dreiste.
Für so einen kann man Daniel halten, der nicht zögert Frauen eine rührende Geschichte über den Verlust seines Augenlichts aufzudrehen um sie ins Bett zu bekommen. Er macht sich nichts daraus das er nicht sehen kann und genießt das Leben in vollen Zügen. Er konzertiert in Hotels, verführt Frauen und prahlt gern mit seinem Fang vor Freunden.
Anna kann sich wiederum mit dem Verlust ihres Augenlichts nicht abfinden. Sie betrachtet dies als Unrecht und sieht (wörtlich) keinen Sinn mehr in ihrem Leben. Sie versucht in Gott Trost zu finden, sie kann jedoch nicht ihre Verbitterung überwinden. Könnten sich diese zwei Menschen verstehen? Das, was als eine dumme Idee nach ein Paar Weingläsern beginnt, ändert schließlich beiden die Sicht auf ihr eigenes Leben.
Der Dreiste ist eine absurde Komödie über das Leben von blinden Menschen, die in Zusammenarbeit des SND mit dem Theater Divadlo Zrakáč entstanden ist.
Diese Vorstellung ist für Zuschauer unter 15 Jahren nicht geeignet.
Vorstellungsdauer: 1 Stunde 30 Minuten ohne Pause
Premiere am 8. November, 2025
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