Der monumentale Roman František Švantners Ein Leben ohne Ende I. zählt zu den Grundsteinen der slowakischen Literatur. Er beschreibt den unendlichen Fluss des Lebens, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts von mehreren dramatischen Ereignissen aufgewirbelt wird – vom Ersten Weltkrieg, vom Zerfall Österreich-Ungarns und von der Weltwirtschaftskrise.
Švantner erzeugt in seiner Familiensaga auf meisterhafte Weise dramatische Situationen die sich nicht nur im Leben der Hauptheldin Paulínka abspielen, sondern auch im Leben ihrer gelähmten Mutter Hermína und dem ihres Vaters, des Wirtes Matúš, wie auch in Leben des pragmatischen Dienstmädchens Marusia sowie in dem vom leidenschaftlichen Anarchisten Alpár. Durch seine verzweigte Struktur und gedankliche Tiefe erreicht Švantners Roman wahrhaftig europäisches Niveau.
Alle Geschichten, die Švantners Fluss des Lebens mit sich bringt, lassen sich nicht im „Teich“ einer Inszenierung unterbringen, deshalb präsentiert das SND seinen Zuschauern ein außergewöhnliches Projekt eine Serien-Inszenierung. Ein Leben ohne Ende wird in der Dramatisierung und in der Regie Roman Poláks aufgeführt, der während seiner Karriere als Regisseur zu diesem Autor wiederholt zurückkehrt.