Die Theaterfassung des Romans Pendler konzentriert sich auf die Wiederherstellung der Vergangenheit durch die Optik der jugendlichen Besatzung eines Zugabteils. Junge Mitschüler überschreiten täglich Grenzen, nehmen soziale und kulturelle Unterschiede zwischen der Slowakei und Österreich wahr, können sich jedoch nicht in die ausländische Gesellschaft eingliedern; sie schmuggeln Zigarettenkartons in neonfarbenen Lampen, werden vorzeitig erwachsen und verfallen der Sucht. Slowaken werden immer nur Slowaken bleiben – was bedeutet es aber Slowake zu sein? Kannst man einer bleiben, auch wenn man sich in einem anderen Land zu integrieren versucht? Welchen Preis bist du bereit für bessere Lebensbedingungen zu zahlen?
Der Protagonist Martin muss sich erneut mit diesen Fragen auseinandersetzen, wenn er als Soziologe für ein Dokumentarfilm über in Österreich lebende Slowaken angesprochen wird. Er wird allmählich mit der eigenen Vergangenheit konfrontiert, mit dem Teil seines Ichs, das er am liebsten vergessen würde, und zusammen damit auch seine kostbarste Erinnerung – die Erinnerung an Anna.
Es fehlt nur noch der Titel für den Dokumentarfilm – Grenzgänger. Zugpendler. Das klingt nicht besonders gut. Den Titel wird ...... lauten.