Das Theater ist ein sonderbarer Organismus. Für Unbeteiligte gleicht es einer alchemistischen Werkstatt. Unterschiedliche Menschen mischen darin die unwahrscheinlichsten Zutaten zusammen um etwas Kostbares zu erschaffen, eine Inszenierung, die den Schauspielern und Zuschauern das außergewöhnliche Gefühl vermitteln würde, dass sie gerade hier und jetzt Zeugen (und Mitgestalter) eines einzigartigen Kunsterlebnisses wurden.
Die Autoren der Nachtprobe beschlossen die Zuschauer hinter die Bühne zu nehmen. Sie sind selbstverständlich nicht die Ersten, die dies tun. Den wohl bekanntesten literarischen Einblick hinter die Kulissen der enthüllt, was einer Theaterpremiere vorausgeht, vermittelt Karel Čapeks Novelle Wie ein Theaterstück entsteht („Die Premiere ist der verzweifelte Entschluss, die Sache endlich sich selbst zu überlassen, mag was immer geschehen .“).
Die Nachtprobe will jedoch zugleich die Professionalität von jenen ehren, auf den das Theater gründet – den Schauspielern, Sängern und Tänzern. Mit den Worten Rainer Lewandowskis: „Die Schauspieler bilden die Grundlage des Theaters. Abend für Abend treten sie vor Ihnen auf und tragen ihre Haut zu Markte. Abend für Abend eine neue Herausforderung, eine neue Probe. Und trotzdem ist nichts sicher. Darin besteht die Grausamkeit dieser Berufs. Und die Schönheit zugleich“ (In: Heute kein Hamlet).
Das professionelle Leben eines Tänzers ist äußerst anstrengend. Es erfordert physische Schwerstarbeit und ist durchs Alter limitiert. Und wie jeder anderer Interpret ist auch der Tänzer darauf angewiesen „wer ihn zum Tanz auffordert“ – ob er ein Arbeitsangebot erhält, das ihm ermöglicht zu zeigen, was in ihm steckt. Ob sich der Karrierehöhepunkt zu einem Zeitpunkt einstellt, zu dem ihn das gegebene Theater nutzen kann. Die Nachtprobe erweist also wohl am meisten den Tänzern die Ehre. Mit einem Lächeln verweist sie auf die Verwicklungen, denen sie manchmal ausgesetzt sind, sie lässt jedoch auch ihre Kunst und Schönheit zum Vorschein treten.
Bei der Inszenierung wird Bühnennebel verwendet und sie enthält expressive Ausdrücke.
Die Inszenierung ist für Zuschauer ab 15 Jahren geeignet.
INSZENIERUNGSTEAM
Inszenierung: Ondrej Šoth
Regieassistent: Matúš Bachynec
Choreografie: Šimon Stariňák, Gennaro Sorbino, Ondrej Šoth
Textbuch: Ondrej Šoth, Zuzana Mistríková, Václav Janeček
Dramaturgie: Zuzana Mistríková
Bühnenbild: Barbora Šajgalíková
Kostüme: Andrii Sukhanov
Film: Ondrej Šoth
Choreografie-Assistenz: Eva Sklyarová, Maksym Sklyar
Choreografie, Einstudierung für Schulen: Tetiana Lubska, Silvia Borsetti, Marek Šarišský
Inspizienz: Beáta Gogová, Silvia Haulik
BESETZUNG
Regisseur: Jakub Kuka
Dramaturgin: Elena Podzámska
Ballettdirektor: Stanislav Pitoňák
Choreograf: Dalibor Fabian
Ballettmeister: Sergii Iegorov
Inspizienz: Henrieta Kecerová
Dramaturgie-Assistentin: Natália Častková
Weitere Mitwirkende:
Emiliia Berezina, Silvia Borsetti, Yasemin Caynak, Khrystyna Deineha, Mónica Gómez, Sofia Arriaga Heald, Kei Hirozane, Tereza Húsková, Iryna Ivaniv, Anastasiia Kravtcova, Daria Lebid, Tetiana Lubska, Anne-Marie Greve Myhrvold, Yevheniia Nikitina, Nina Ravasová, Klaudia Skopintsev, Vlada Shevchenko, Gabriela Sukhanova, Františka Vargová, Shoko Yamada, Kristína Zemanová
Martin Bányai, Dalibor Fabian, Volodymyr Feshchenko, Oleksandr Chepelenko, Marcell Medvecz, Viktor Mikulišin, Igor Pashko, Peter Rolík, Anatolii Skopintsev, Gennaro Sorbino, Tomasz Siedlecki, Marek Šarišský, Oleksandr Tishchenko, Denys Yevdokymov
Mitwirkende:
Studentinnen und Studenten des Jozef Adamovič-Tanzkonservatoriums und des Peter Dvorský- Konservatoriums
Ballettvorschule NDKE