Hlovík unter dem aufständischen Volk zählt eher zur Reportage-Literatur als zur Belletristik. Aufgrund der Aussagen von Augenzeugen stellte Záborský eine schockierende Chronik der blutigen Ereignisse zusammen, die sich 1831 in Merník während der Bauernunruhen abspielten. Mit sachlicher, gerade deshalb mitreißender Sprache beschreibt er die Reise des Pfarrers Adam Hlovík, seine Gefangennahme, sein Warten auf die Hinrichtung sowie seine plötzliche Befreiung. Dem Text fehlt es nicht an spannungsgeladenen und dramatischen Situationen und teilweise sogar an schwarzem Humor. Záborskýs Text stellt in erster Linie jedoch eine ganze Reihe von Vorstellungen in Frage, die wir selber von uns haben – die unseren friedlichen Charakter, unsere christliche Veranlagung oder unser Heldentum betreffen. Von den Bauernunruhen von 1831 gibt es zahlreiche Zeugnisse, Protokolle und Aussagen, die uns auf spannende Art die Umstände vor Augen führen, unter denen aus friedlichen und liebevollen Menschen ein rachsüchtiger Mob werden kann, der in seinem Streben nach Gerechtigkeit häufig altes Unrecht vermehrt.
Die Vorstellungsdauer wird nur geschätzt, da die Generalprobe noch nicht stattgefunden hat.
Premiere am 12 September, 2026
Wollen auch Sie unter den Ersten sein, die wissen was im SND los ist?