Hlovík unter dem aufständischen Volk

Jonáš Záborský

Hlovík unter dem aufständischen Volk

Schauspiel

Neues Gebäude, Studio
12. 9. 2026 13. 9. 2026

Vorstellungsplan

Samstag 12. 9. 2026
19:00 h 21:00 h
angekündigt
Sonntag 13. 9. 2026
19:00 h 21:00 h
angekündigt
Der Pfarrer Hlovík hat begonnen sich vor seinen eigenen Kirchgängern zu fürchten. Seit dem Ausbruch von Cholera, hatten sie ihn verdächtigt, dass er sie mit Hostien vergiften wolle. Jedes Mal, wenn ein Sterbender das Abendmahl des Herren empfangen sollte, musste er die Hostie zunächst selbst kosten. Das betraf nicht nur Hlovík, die Bauer betrachteten mit dem gleichen Misstrauen auch andere Pfarrer, Ärzte und Pflegerinnen. Von Alkohol bestärkt gingen sie von Unhöflichkeit zur offenen Aggressivität über. Hlovík läuft vor seinen eigenen Kirchgängern in das benachbarte Dorf um sich bei seinem Kollegen zu verstecken ohne zu ahnen, dass dieser bereits von den Bauern umgebracht wurde. Es beginnt seine spannende Wanderung bei der es ums Leben geht.
 
Hlovík unter dem aufständischen Volk ist keine typische Prosa von Záborský, es ist Reportageliteratur. Aufgrund der Aussagen von Augenzeugen stellte er eine schockierende Chronik der Ereignisse zusammen, die sich 1831 in der Ostslowakei wären der Bauernunruhen abspielten. Mit sachlicher, gerade deshalb mitreißender Sprache beschreibt er die Wanderung Hlovíks, seine Gefangennahme, sein Warten auf die Hinrichtung sowie seine plötzliche Befreiung. Dem Text fehlt es nicht an Situationsspannung, an dramatischen Situationen und teilweise sogar an schwarzem Humor. Záborskýs Text stellt in erster Linie jedoch eine ganze Reihe von Vorstellungen, die wir selber von uns haben – über unseren friedlichen Charakter, christliche Veranlagung oder unser Heldentum in Frage.
 
Von den Bauernunruhen vom Jahr 1831 gibt es zahlreiche Zeugnisse, Protokolle und Aussagen, die auf eine spannende Art die Umstände aufdecken, unter denen aus friedlichen und liebevollen Menschen ein lynchender Mob wurde, die in seinem Streben nach Gerechtigkeit das Unrecht nur vermehrte.
 
Die Vorstellungsdauer wird nur geschätzt, da die Generalprobe noch nicht stattgefunden hat.
 
Premiere am 12 September, 2026
 
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Inszenierungsteam

Theaterfassung Jozef Jenčo
Dramaturgie Daniel Majling
Bühnenbild und Kostüme Diana Strauszová
Choreographische Zusammenarbeit Ladislav Cmorej

Besetzung

Gazdiná, Metliarová, Plačka 2 Zuzana Kocúriková
Mlynárka, Plačka 1 Gabriela Dzuríková
Klementínka, Plačka 3 Anežka Petrová
Kaciánová Rebeka Poláková
Jonáš Záborský, Gustáv Alexander Bárta
Adam Hlovík Milan Ondrík
Gazda, Hamza Martin Šalacha
Metliar, Ferdinand Daniel Žulčák
Bürgermeister Branislav Bystriansky