Leben des Galilei

Bertolt BrechtHanns Eisler

Leben des Galilei

Schauspiel

Hlboký zážitok, ktorý prekračuje hranice tradičnej historickej drámy.

Neues Gebäude, Schauspielsaal
11. 4. 2026 12. 4. 2026

Vorstellungsplan

Mittwoch 29. 4. 2026
19:00 h 22:00 h
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ABO: NČ3
Freitag 8. 5. 2026
19:00 h 22:00 h
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Freitag 29. 5. 2026
19:00 h 22:00 h
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Mittwoch 10. 6. 2026
19:00 h 22:00 h
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Samstag 27. 6. 2026
19:00 h 22:00 h
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Leben des Galilei von Bertolt Brecht zählt zu den bedeutendsten Werken der Weltdramatik, die sich mit der Geburt der modernen Wissenschaft und ihren Aneinandergeraten mit den Machtstrukturen. Im Schauspiel des Slowakischen Nationaltheaters hat dieses Schauspiel auf der Bühne des SND eine Inszenierungsgeschichte, die von die überdauernde Aktualität und Universalität des Stücks zeugt. Die erste Inszenierung entstand nämlich 1958 in der Regie von Tibor Rakovský und wurde zu einem der Hauptmomente im Kontext des slowakischen Nachkriegstheaters, indem sie Nachdruck auf Humanismus und den technischen Fortschritt setzte. Das Schauspiel reflektiert den sich verändernden gesellschaftlichen und politischen Kontext, spürbar ist darin auch Brechts Machtkritik sowie das Thema der Verantwortung der Individualität. Die Neuinszenierung Martin Čičváks knüpft an diese Tradition an, sie bietet zugleich die zeitgenössische Sicht auf komplexe Fragestellungen bezüglich Wahrheit, Mut und Kompromissen. Der Regisseur stellt Galilei ins Zentrum des dramatischen Dialogs, der mit der Gegenwart resoniert in der die wissenschaftliche Wahrheit häufig Gegenstand von Anzweiflung und ideologischem Kampf ist. Die Inszenierung bildet somit eine Brücke zwischen der Vergangenheit und Gegenwart, reflektiert die ständige Anspannung zwischen der Wissenschaft und der Macht, der Individualität und Außenwelt. Die Inszenierung erinnert zugleich an die Bedeutung von Brechts Schauspiel als Mittel des kritischen Denkens und des gesellschaftlichen Engagements, als einen Raum, in dem sich historische Fakten mit universellen Themen der Freiheit und Wahrheit verbinden. Das Publikum wird somit eingeladen an einem tiefgreifenden Erlebnis teilzuhaben, dass die Grenzen des traditionellen historischen Dramas überschreitet. Die neue Sichtweise auf Leben des Galilei bestätigt, dass dieses Schauspiel immer noch eine aktuelle Aufforderung zum Mut und Verantwortungsbewusstsein für das Wissen und Kenntnisse ist. Čičvák setzt die Inszenierung von klassischen Kulttiteln fort, die ein breites Publikum ansprechen.

© Suhrkamp Verlag Berlin

Diese Vorstellung ist für Zuschauer unter 15 Jahren nicht geeignet.

Vorstellungsdauer: 3 Std. mit einer Pause
 
Premiere am 11. April, 2026
 
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Inszenierungsteam

Besetzung

Andrea Sarti Juraj Loj
Federzoni, Linsenpolierer, Mitarbeiter von Galileo / Ein hochrangiger Prälat am Collegium Romanum Branislav Bystriansky
De kleine Mönch Martin Šalacha
Virginia, Galileos Tochter Anežka Petrová
Frau Sarti, Galileos Haushälterin, Andreas’ Mutter Gabriela Dzuríková
Ludovico Marsili, ein wohlhabender junger Mann / Ein sehr dünner Mönch, Gelehrter am Collegium Romanum / Der dritte Junge Roman Poláčik
Jüngere Hofdame / Zwei Nonnen / Stimme von Cosmo de Medici / Zweiter und Vierter Junge Veronika Kiníková (Student der VŠMU) Adriána Moravčíková (Student der VŠMU)
Sagredo, Galileos Pirat / Kardinal-Inquisitor / Straßenmusiker / Wesen der Inquisition Jakub Rybárik
Doge / Mathematiker / Sehr betagter Kardinal am Collegium Romanum / Kardinal Barberini – später Papst Urban VIII. / Grenzsoldat Robert Roth
Stadtrat / Philosoph / Mönch und Astronom am Collegium Romanum / Kardinal Bellarmin / Schreiber Alexander Bárta
Kurator der Universität Padua / Herr Priuli / Hofmarschall / Zweiter Gelehrter am Collegium Romanum / Kardinalsekretär Gregor Hološka
Ältere Hofdame / Frau / Frau des Sängers / Figur / Erster Junge Kamila Heribanová
Cosimo de' Medici, Grand Duke of Florence Ondrej Gašpar Ružiak (als Gast) Samuel Šimon (als Gast)
Chor der STU Technik unter der Leitung der Chorleiterin Petra Torkošová