Der Deutsch-Französische Krieg nähert sich dem Ende. Die Franzosen wurden bezwungen und die Menschen müssen sich im Alltag an Kontrollen und an die ständige Anwesenheit von Fremden Soldaten gewöhnen. Eines Tages steigt in den Zug nach Calais eine bunte Mischung von Menschen ein – Aristokraten, Bürger... und eine Prostituierte. Der eine will aus der Hafenstadt emigrieren, der andere will dort seine Nächsten besuchen, andere erwarten dort wiederum angenehme Erbangelegenheiten. Vor unseren Augen werden Schicksale, Leid, Hoffnungen, aber auch schlummernde Dämonen und Leichen im Keller enthüllt, die sich auch in den Kellern der vornehmsten Familien verstecken. In diese Schicksale greift plötzlich eine fremde Macht ein, die bis dahin nur im Hintergrund als eine uneindeutige Bedrohung lauerte. Der Zug hält an. In der Grenzsituation zeigt sich der wahre menschliche Charakter. Maupassant war ein unbarmherziger Beobachter seiner Mitmenschen. Seine Texte sprühen vor Ironie, überraschenden Pointen sowie Groteske, zugleich sind sie jedoch von tiefer Menschen- sowie des Lebenskenntnis erfüllt.
Diese Vorstellung ist für Zuschauer unter 15 Jahren nicht geeignet.
Running time: 3 hrs with one interval
Premiere am 7. Juni, 2025
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